Freitag, 22. Oktober 2010

Ausgewogene Ernährung à la DGE

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.  (DGE) hat einen Ernährungskreis erarbeitet, der uns die optimale Ernährung aufzeigen soll.

(Quelle mpreis.at)
Demnach sollen fast 3/4 unseres täglichen Bedarfs durch Brot, Obst und Gemüse gedeckt werden. Wie das aussehen kann beschreibt die DGE:
Pro Tag:
300g Vollkornbrot + 250g Nudeln/Kartoffeln/180g Reis
400g Gemüse (davon bis zu 200g Rohkost/Salat)
250g Obst
250g Milch + 50g Käse (fettarm)
25g Butter + 15g Öl
1,5 Liter Wasser/Tee
Pro Woche:
300g Fleisch/Wurst
200g Fisch
3 Stück Eier
Was bedeutet das für mein "ein Hartz 4 Bio" Projekt? Um Getreideprodukte brauchen wir uns keine Sorgen machen, das selbstgebackene Brot, die günstigen Nudeln. Kriegen wir hin. Auch 25 Cent für Milch, 17 Cent für Butter und 5 Cent für Rapsöl ist durchaus human. Bei Obst und Gemüse wird es wohl etwas teurer werden. Allerdings hat ein großer Apfel schon 200 Gramm und erfüllt fast schon die Vorgaben. Bio-Gemüse aus der Tiefkühltruhe ist auch recht günstig zu haben.

Am teuersten wird es bei Fleisch und Fisch. Da können wir schon mal "großzügig" 15 Euro das Kilo ansetzen. Wer klug kauft kann aber auch mal 400g Bio-Hack für 2,50 Euro erstehen oder 100g Bio-Schinken für 1,19 Euro. Kosten in der Woche ca. 7,50 Euro, was ungefähr dem 1,5fachen Tagesbudget entspricht. Sollte also auch drin sein.

Weiterhin hat die DGE 10 Regeln zusammen gestellt, wie sie sich vollwertiges Essen und Trinken vorstellt.
1. Vielseitig essen
2. Reichlich Getreideprodukte - und Kartoffeln
3. Gemüse und Obst - Nimm "5" am Tag ...
4. Täglich Milch und Milchprodukte; ein bis zweimal in der Woche Fisch; Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen
5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
6. Zucker und Salz in Maßen
7. Reichlich Flüssigkeit
8. Schmackhaft und schonend zubereiten
9. Sich Zeit nehmen und genießen
10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
Wer sich an diese Regeln hält dürfte mit seinem Essen gut hinkommen. Natürlich muss man sich schon ein bisschen zusammenreißen, ewiges rum huren beim Bäcker und in der Süßwarenabteilung ist nicht drin. Man erhält dafür aber einen gesunden Körper, der sogar noch mit Biokraftstoff betankt wird, ohne dass man Hunger leiden muss. Bringt schon was.

Meiner Meinung nach muss man sich nur einmal richtig bewusst werden, wie viel welches Nahrungsmittel auf der Hand ist und wie die geforderte gesunde Menge dort aussieht. Dann ist es gar nicht mehr so schwer.

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