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Dienstag, 1. Februar 2011

Gernot Hassknecht über Billiglebensmittel

(via: Konsumpf)

Lustig: Wenn Hassknecht es beschreit, dass zu billig kaufen schlecht ist, stimmen alle zu. Wenn unsere Verbraucherministerin dies sagt, ist Polen offen. Passt da jemand nicht auf? Natürlich ist der Verbraucher in gewisser Weise selbst schuld, wenn er immer das billigste Produkt bevorzugt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es zig Verbraucher gibt, die mit ihrem Lebensstil sich nichts anderes leisten können. Gerade die Geringst-Verdiener und Aufstocker leben in der Zwickmühle, dass sie eigentlich immer selbst kochen müssten, dies aber aufgrund ihrer Arbeit eine große Bürde ist. Und natürlich ist der freie Markt nicht immer das, was man uns versucht vorzugaukeln. Nachfrage und Angebot, fürn Arsch. Bio-Lebensmittel gab es lange Zeit nur sehr teuer in Reform-Häusern, die Palette war unvollständig. Erst jetzt mit dem Bio-Boom finden wir in den Supermärkten viele Bio-Produkte. Und auch dort muss ein Massen-Bio-Anbau getätigt werden. Die Chance, dass hier billig produziert wird, ist recht hoch. Aber wohin ausweichen, wenn man z.B. in einer Kleinstadt wohnt? Bitte. Die Politik bleibt weiterhin in der Pflicht den Rahmen für die Produzenten so zu stecken, dass die damit kein Schindluder treiben können.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Das Ernährungsunternehmen

Sehr interessanter Film über die Nahrungsproduktion in Amerika. Wer danach noch etwas essen möchte, sollte entweder auf bekannte regionale Landwirtschaft umsteigen oder den Film nicht gucken.


Food, Inc. 1/6

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Frischfleisch aus dem Supermarkt?

Fleisch aus dem Supermarkt hat mir noch nie so geschmeckt. Fast war ich der Meinung, man könne es einfach durch Tofu ersetzen. Und jetzt weiß ich auch warum: die Schutzatmosphäre!
Sie lässt Fleisch auch nach einer Woche noch schön rosig aussehen, zerstört aber dessen Geschmack, lässt es schneller ranzig und zäh werden. Zudem schreibt der Hersteller des Sauerstoffgemisches in dieser Schutzatmosphäre:
"Verursacht die Oxidation von Fetten/Ölen. Erlaubt das Wachstum von
aeroben Bakterien und Schimmel, aber erhält die rote Farbe von Fleisch
und hemmt anaerobe Bakterien."
Bäh. Ich kauf mein Fleisch weiterhin beim Metzger. Und wenn ich mir keins leisten kann, gibt es halt keins. Fertig aus.
Ps: Hier gibt es einen Plusminus-Beitrag dazu. Sehenswert.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Biokäufer bezahlen Kosten von Pestiziden

Na schon gewusst? Auch wenn du dich bemühst pestizidfreie Produkte zu kaufen, schiebst du den Pestizidkonzernen trotzdem Geld in den Arsch. Denn die Überwachung von Pestizideinsatz (Lebensmittel- und Grundwasserüberwachung) kommt der Steuerzahler auf. Die Alternative (wie in anderen europäischen Ländern) ist, die Kosten den Pestizidherstellern in Rechnung zu stellen. Dann werden die Kosten zwar wieder auf den Käufer umgelegt, dafür aber nur auf die, die mehr Pestizide in sich hineinschaufeln.

Die 17 Millionen, die das ganze kostet, sind zwar Erdnüsse verglichen mit dem Jahreshaushalt des Staates oder dem Lebensmittelumsatz. Angesichts der leeren Kassen sollte es aber doch ziemlich sein umzulegen, was umzulegen geht. Das würde darüber hinaus die Möglichkeit eröffnen, mehr Geld für die Kontrollen auszugeben.

Presseportal: Greenpeace e.V. - Pestizide in Lebensmitteln: Der Verbraucher zahlt zweimal / Greenpeace-Studie deckt Kosten der Lebensmittel- und Grundwasserüberwachung auf

Bio-Betrug mit Schweinen

Es ist zum Kotzen. Da kann doch tatsächlich jemand Bio-Fleisch verkaufen, obwohl es gar kein Bio-Fleisch mehr ist. Das Zertifikat für Bio-Fleisch wurde Ende April 2010 entzogen, erst Mitte September 2010 ist es aufgefallen, dass der Produzent immer noch die alten Zertifikate nutzte. Es wird noch schlimmer: die italienische Aufsichtsbehörde wusste davon seit Ende Juni, blieb aber untätig.

Da fragt man sich doch, wer der größere Feind für den Verbraucher ist. Diejenigen, die versuchen den Verbraucher zu bescheißen, oder diejenigen, die den Verbraucher beschützen sollen. Am allerschlimmsten finde ich aber, dass denjenigen, denen daran gelegen ist, dass so etwas nicht passiert (wie z.B. die Vertriebe für Biomarken - wie Denree oder Alnatura), keine Möglichkeiten haben, das selbst effizient zu überprüfen. Dabei wäre es recht einfach. Die Kontrollstelle müsste einfach die entzogenen Zertifikate auf ihrer Webseite veröffentlichen. Dann könnte das jeder selbst nachvollziehen.

Zum Entzug des Zertifikat kam es, weil die Kontrollstelle einen Verdacht hegte, dass die Firma Zaccardi konventionelles Fleisch als Bio-Fleisch verkaufte. Und weiterhin gibt es keine wirksamen Strafen für solche Leute. Dass sie versuchen noch den Gewinn bis Ende des Jahres mitzunehmen ist klar, wenn sie vorher schon Betrug begangen haben. Dass sie es überhaupt versuchen Betrug zu begehen, scheint dem geschuldet zu sein, dass entweder die Gefahr entdeckt zu werden gering ist oder die Entdeckung (fast) folgenlos bleibt.

Zaccardi (Il Mazzocchino) machen natürlich weiterhin Werbung auf ihrer Webseite mit glücklichen Schweinen.

Update:
In Deutschland kann man scheinbar bis zu zwei Jahren Haft für Bio-Betrug bekommen.
Kontrollen für Biobetriebe: Alles Bio, oder was? - taz.de
Geflügel-Skandal in Ostwestfalen: Der Schwindel mit den Bio-Puten - taz.de
Und nur zur Ergänzung zum vorletzten Link: Franzsander klagt gegen das Land NRW - Sonstiges - - Bio-Markt.Info - Onlinemagazin für den Naturkosthandel

Sonntag, 5. Dezember 2010

Was passiert mit unserem Essen, wenn wir es wegwerfen?

Warum lässt unser Essen andere hungern? Warum sorgt unser Essen für die Industrialisierung der Landwirtschaft? Wie können wir mit unserem Essen eine enorme Menge CO2 einsparen?

Diese und weitere Fragen beantwortet die Dokumentation "Frisch auf den Müll". Die zugehörige Webseite gibt es hier und den Film kann man z.B. hier anschauen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Mit Zucker oder ohne Zucker?

Was passiert eigentlich, wenn man keinen Zucker mehr isst? Ist dieser lebensnotwendig? Oder ist er gar süchtigmachend? Naturgetr.eu hat einen Selbstversuch unternommen. 30 Tage ohne Zucker ab dem 1. November 2010. Leider nicht mehr als vier schmächtige Beiträge dazu.

Dienstag, 30. November 2010

Was ist falsch an unserem Ernährungssystem?

Ein unheimlich engagiertes Kind spricht über unser Ernährungssystem. Er spricht zwar auf Englisch, trotzdem sehr mitreißend.
Wir können entweder den Bauern bezahlen oder das Krankenhaus.
Ich wollte früher Footballstar werden, jetzt will ich Bio-Bauer sein.
Wie er darauf kommt, siehst du hier.

Donnerstag, 25. November 2010

Muttermilch von anderen Lebewesen?

Wenn es um Milchgenuss geht, wird häufig angeführt, dass kein anderes Tier die Milch anderer Tiere trinken würde. Nur die Menschen, diese total verwirrten Wesen, würden sich bei allerlei Getier durch die Angebotspalette nuckeln. Dies sei doch widernatürlich. Meine Annahme war immer, dass die Tiere nur nicht fähig wären, bei anderen Tieren zu schnorren. Und dieser Beitrag gibt mir Recht. Tierbabys nehmen die Milch, die sie kriegen und überleben damit auch noch gut. Und diesmal ist es Menschmilch!

Auf den Spuren des (Glutamat-)Geschmacks

Geschmack ist ein komplexes Gebilde. Er setzt sich zusammen aus 5-6 Rezeptoren auf der Zunge und dem Geruchssinn. Ich will mich aber nur auf die Rezeptoren der Zunge konzentrieren. Tante Wiki sagt es gibt bitter, sauer - weisen auf giftige und verdorbene Lebensmittel hin - und süß, salzig, umami, die auf nährstoffreiche Lebensmittel hindeuten. Aha. Süß ist klar, jedes Kind weiß, dass in Zucker etc. viel Energie steckt. Salzig ist mir noch ein bisschen unklar. Ich kenne kein Obst, Gemüse, Getreide das salzig schmeckt. Aber vielleicht wird das ja aus dem Boden aufgenommen. Salz ist auf jeden Fall wichtig und seit Jahrtausenden im Einsatz. Damit schmeckt es einfach besser. Manche Wissenschaftler sagen, es gäbe noch einen sechsten Rezeptor für Fett. Das würde bei dem Nährstoffgehalt auch Sinn machen. Fett ist auf jeden Fall ein Geschmacksträger. Er löst Aromastoffe und Vitamine und stellt sie dem Körper besser zur Verfügung. Kommen wir zu Umami.

Montag, 15. November 2010

Mineralöl im Essen

Hmm lecker, wie das Mineralöl in unser Essen kommt. Grausam, wo es überall drin steckte und steckt.
Deutschlandradio Kultur - Mahlzeit - Verpackungen aus Recycling-Material - kontaminiert!

Mittwoch, 10. November 2010

Gewissensbisse

Ein kleiner Hinweis. Die Serie: "Gewissensbisse" nähert sich dem Thema, was man alles kaufen kann. Ist Thunfisch noch erlaubt? Kann ich das Ei aus der Bodenhaltung kaufen? Welcher Apfel hat den besseren ökologischen Fußabdruck?

Serie: Gewissensbisse | ZEIT ONLINE

Biofleisch vom Aldi oder Schnitzel vom Metzger

Gewissensbisse: Was soll ich kaufen: Biofleisch von Aldi oder das Schnitzel vom Metzger? | ZEIT ONLINE

Die Meinung des Autors: Schnitzel vom Metzger.
Meine Meinung: Schnitzel vom Bio-Metzger. Ansonsten gehe ich da voll mit. Klar kann man im Aldi Biofleisch zu einem geringen Preis kaufen, dafür erhält man aber auch nur die Erfüllung des Biosiegels: die Tiere haben etwas mehr Platz, bekommen keine Medikamente und Hormone und zudem keine gentechnisch veränderte Nahrung. Das meiste davon sind Punkte, die man nicht im Geschmack merkt. Hormone, Medikamente und GVO als Nahrung haben (wie manche Wissenschaftler behaupten) schleichende Nebenwirkungen. Nach 10 Jahren bemerken wir, dass Antibiotika uns nicht mehr helfen, dass der männliche Körper verdammt weiblich aussieht oder unsere Fertilität eingeschränkt ist.

Wer einen guten Geschmack will, der muss schon zu Fleisch greifen, dass nicht aus Mastfarmen kommt, Fleisch, das nicht schon 2 Wochen unter Schutzatmosphäre lagert oder Bekanntschaft mit der gefürchteten Unterbrechung der Kühlkette gemacht hat. Wer auch noch Wert auf seine Gesundheit in 10 Jahren legt, der kommt damit am Bio-Metzger nicht vorbei. Ich hatte da mal ein paar Biowiener aus dem Supermarkt. Dank der nicht zugesetzten Aromastoffe schmeichelten sie verdammt stark meinem Gaumen. So stark, dass ich sie im Eintopf verkochen musste anstatt sie roh zu essen. Vielen Dank!

Mittwoch, 3. November 2010

Gentech-Pflanzen sind weniger fit

Hahahah, nicht nur, dass gentechnisch veränderte Pflanzen stärker gespritzt werden müssen, jetzt kommt auch noch raus, dass sie weniger Ertrag liefern. Mitten in die Fresse, Monsanto!

Eu will verunreinigte Futtermittel zulassen

Wie ich auf Genfoodneindanke-Blog lese, will die EU GVO-verunreinigte Futtermittel zulassen. Und zwar geht es um solche GVO, die in der EU sich noch im Zulassungsprozess befinden, in anderen Ländern aber schon zugelassen sind. Für mich eine Einführen durch die Hintertür. Man umgeht den Zulassungsprozess, in dem man voraus setzt, dass es ja schon ok ist, wenn andere Staaten es tun. Damit verspielen wir die Möglichkeit selbst zu entscheiden, welche GVO wir hier zu lassen. Die Union will das ganze sogar noch auf Lebensmittel und Saatgut aufweichen. Ich sage wir sind stark genug. Wenn wir hier die GVO nicht zulassen, dann werden sich die anderen Länder überlegen, ob sie mit diesen GVO anbauen. Denn den Wegfall unseres Marktes können sie nicht riskieren.

Hier sollte der Verbraucher entscheiden. Solange aber nicht auf Fleisch und Lebensmittel groß drauf steht: "Wurde durch GVO (die noch nicht zugelassen sind) verunreinigt!", solange finde ich solche Regelungen einfach nur zum Kotzen.

Hinweis: bei Avaaz.org kann man bei einer Kampagne gegen die Einfuhr von GVO nach Europa teilnehmen.

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Samstag, 30. Oktober 2010

Mit G gegen E

Glutamat ist out. Genauso die ganzen E-Stoffe, die man mit auf's Etikett schreiben muss. Macht aber nichts, denn mit G wie Gentechnik geht's genauso. Hier mal ein bisschen am Genom gepfuscht, dort Bakterien zu Back-Terien umgemodelt, und schon kann die Hefe als Geschmacksverstärker ohne Glutamat eingesetzt werden und Bazillen sorgen dafür, dass unser Brot nicht so schnell austrocknet. Alles rein natürlich. Lasst's euch schmecken!

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Leben ohne Diät

In seinem Buch "Leben ohne Diät" beschreibt Horst Klier, warum Zusatzstoffe im Essen dick machen. Ich hab zwar erst die ersten vier Kapitel gelesen, aber seine Beschreibungen decken sich mit meinen Ideen und Empfindungen. Deswegen schaut doch mal rein.

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Und unsere Milch?

Blog ohne Diät schreibt über Milch und warum es doch besser wäre, wenn die Kuh Hörner hätte. Leider versauen sie ihren Artikel am Ende. Es wird ein Tierfütterungsversuch von Katzen mit Milch angegeben. Warum auch immer? Der Autor des Experiments hat aber auch gekochtes Fleisch an Katzen verfüttert, die dann in der 4ten Generation ausgestorben sind. Ist die Studie also übertragbar auf Menschen?

Im nächsten Abschnitt wird versucht die Aussage von Rudolf Steiner im Jahr 1923: "der Ochse würde verrückt werden" mit BSE in Verbindung zu bringen. Ob da wohl ein Prophet im Spiele war? Ganz zufällig ist Rudolph Steiner der Begründer der Methodik von Demeter. Soll vermutlich Vertrauen erwecken, dass Demeter auf dem richtigen Weg ist. Leider erwecken unbelegte Verbindungen bei mir eher Misstrauen, auch wenn ich gewillt bin, der Theorie mit den Hörnern zu glauben.

Und also ob man der eigenen Glaubwürdigkeit noch nicht genug nachgeholfen hätte, vertreibt man ganz zum Schluss noch die Auffassung, dass wir in der Phase unserer ersten Zähne die Milch besser vertragen würden, weil diese ja Milchzähne heißen. Auch hier wieder: die Theorie, dass Menschen in jungen Jahren Milch besser verarbeiten kann glaubhaft klingen, der Beweis hierfür rangiert in der Klasse: "Kinderschnitzel wird aus frischen Kindern hergestellt". Schade.

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Was steckt hinter Bio

Blog ohne Diät hat sich die Mühe gemacht einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und hat Bio-Laden mit Discounter-Bio verglichen: Discounter-Bio - Blog ohne Diät. Das Fazit: Beim Discounter werden EU-Mindeststandards eingehalten, Obst und Gemüse sind schadstoffarm, Fleisch keine wandelnde Apotheke. Wer aber noch Wert auf regionale Produkte, artgerechte Haltung, etc. legt, ist beim Bio-Laden oder regionalen Bauern besser aufgehoben.

Auch das Ei ist ein Produkt, was man im Bioladen kaufen sollte. Auf Schrot und Korn werden die Haltebedingungen für Bio-Ei-Hennen beleuchtet. Nicht unbedingt erheiternd; es wirft zudem die Frage auf, ob nicht das Nicht-Bio-Ei vom artgerechten Landwirt besser ist, als das Bio-Ei vom Discounter. Zur Beruhigung nochmal: Bio-Eier sind im Vorteil, da sie weder so stark mit Antibiotika belastet sind, noch so stark resistent Bakterienstämme aufweisen, wie die normalen Discounter-Eier.

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3D-BMI

Was für ein lustiges Spielzeug. Man kann direkt anschauen, wie man bei welchem BMI aussieht. Und dementsprechend, wie viel es bringt abzunehmen ;) BMI Rechner mit 3D-Darstellung - Blog ohne Diät

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