Dienstag, 12. Oktober 2010

Die Bahn kommt ...

Warnstreiks im Bahnverkehr ab 25. Oktober | tagesschau.de
Die Gewerkschaften Transnet und GDBA streiten seit Monaten für einen sogenannten Branchentarifvertrag, mit dem gleiche Löhne und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bei allen Bahnanbietern in Deutschland festgeschrieben werden sollen. Damit wollen die Gewerkschaften verhindern, dass der Wettbewerb auf der Schiene über die Höhe der Einkommen ausgetragen wird.

Was für ein heres Anliegen. Könnte man auch mit dem Mindestlohn vermeiden, aber der wird immer noch politisch blockiert. Gut, dass die Gewerkschaften hier einspringen. Schlecht, dass nur ca. 8 Millionen Arbeitnehmer (von 40 Mio.) in Gewerkschaften organisiert sind. Selbst schuld, da darf man dann auch nicht jammern, wenn man nur 3,50 Euro die Stunde kriegt.

Vor allem die privaten Bahnen wehren sich bisher gegen eine Angleichung - sie argumentieren, sie könnten bei gleichen Löhnen nicht mit der Deutschen Bahn konkurrieren.
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Die Privatbahnen bestreiten derzeit rund 20 Prozent des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland.Die privaten Bahnen zahlen ihrem Personal im Durchschnitt fünf bis 15 Prozent weniger als der Ex-Monopolist, in Einzelfällen bis zu 20 Prozent. Um nicht weitere Marktanteile zu verlieren, hat die Deutsche Bahn AG deshalb zahlreiche Tochtergesellschaften gegründet, die auf dem Markt ebenfalls mit Niedrigpreisen auftreten.

Die Privaten können nicht mit der Bahn konkurrieren, und die Bahn kann mit den Privaten nicht konkurrieren. Irgendwie beißt sich die Argumentation in den Schwanz. Ob die Bahn bei ihren Tochtergesellschaften auch den DB-Lohn zahlt? Am Ende wollen alle doch nur möglichst viel Gewinn raus holen.

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