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Dienstag, 14. Dezember 2010

Bienen vs. Pestizide und Gentechnik

Nur um mal zu sehen, was das Zeug überhaupt für Auswirkungen hat.
Ein Pflanzenschutzmittel (Clothianidin) führte 2008 zu flächendeckendem Bienensterben in Süddeutschland.
In den USA macht stört das Gift in den Pollen von GVO-Mais das Immunsystem der Bienen und macht diese anfällig für Parasiten; das hat ein Aussterben der Bienen zur Folge.

Das zeigt nur zu gut, dass die Folgen nicht kalkulierbar sind. Weder ist klar, was bei unkontrollierter Freisetzung von Pestiziden passiert (und wann dies passiert), noch kann man in Studien erfassen, was mit GVO in freier Wildbahn passiert. Und die Lage ist ernst. Bienen nehmen uns eine Menge Arbeit ab. Wenn wir sie erfolgreich ausrotten, können wir demnächst unsere 4 Millionen Arbeitslosen mit Federn über die Felder jagen. Zum Bestäuben. Ich will gar nicht wissen, welche Pflanzen dann aussterben, weil sie sich nicht mehr fortpflanzen können.

Biokäufer bezahlen Kosten von Pestiziden

Na schon gewusst? Auch wenn du dich bemühst pestizidfreie Produkte zu kaufen, schiebst du den Pestizidkonzernen trotzdem Geld in den Arsch. Denn die Überwachung von Pestizideinsatz (Lebensmittel- und Grundwasserüberwachung) kommt der Steuerzahler auf. Die Alternative (wie in anderen europäischen Ländern) ist, die Kosten den Pestizidherstellern in Rechnung zu stellen. Dann werden die Kosten zwar wieder auf den Käufer umgelegt, dafür aber nur auf die, die mehr Pestizide in sich hineinschaufeln.

Die 17 Millionen, die das ganze kostet, sind zwar Erdnüsse verglichen mit dem Jahreshaushalt des Staates oder dem Lebensmittelumsatz. Angesichts der leeren Kassen sollte es aber doch ziemlich sein umzulegen, was umzulegen geht. Das würde darüber hinaus die Möglichkeit eröffnen, mehr Geld für die Kontrollen auszugeben.

Presseportal: Greenpeace e.V. - Pestizide in Lebensmitteln: Der Verbraucher zahlt zweimal / Greenpeace-Studie deckt Kosten der Lebensmittel- und Grundwasserüberwachung auf