Samstag, 9. Oktober 2010

Glaube an Schicksal hilft gegen Trauer

Und wieder bestätigt die moderne Psychologie, was seit 2000 Jahren in der Bibel steht. Nur in der Leistungsgesellschaft ist man nicht mehr so verwertbar, wenn man sein Leben komplett in andere Hände legt. Aber wie lehrt uns die Religion: der freie Wille lässt uns tun und machen was man will.

Studie: Der Glaube ans Schicksal hilft bei Trauer - News aus dem Wissenschafts-Ressort - Nachrichten - DNN-Online
Wer an das Schicksal glaubt, kann den Tod des Partners besser verarbeiten. Das ist das Ergebnis einer Studie von Psychologen aus Münster und Mainz, die in der Fachzeitschrift «Social Psychological and Personality Science» veröffentlich wurde.[...]
Die Lebenszufriedenheit derjenigen, die daran glaubten, dass ihr Leben vom Zufall oder vom Schicksal bestimmt wird, sank deutlich weniger stark als bei jenen, die nicht daran glaubten.
Aus Sicht der Psychologen ist das ein interessantes Ergebnis, da frühere Studien gezeigt hätten, dass es häufig von Nachteil ist, an das Schicksal zu glauben. Diese Menschen sind demnach etwa unzufriedener mit ihrem Leben, weniger erfolgreich im Beruf und häufiger krank. «Unser Ergebnis zeigt nun, dass der Glaube an das Schicksal nicht nur Nachteile mitk. «Unser Ergebnis zeigt nun, dass der Glaube an das Schicksal nicht nur Nachteile mit sich bringt, sondern in bestimmten Situationen auch vorteilhaft sein kann»[...]

Herzinfarkt bleibt "Männerkrankheit"

Gleichberechtigung JETZT! ;)

Herzinfarkt bleibt «Männerkrankheit» - News aus dem Wissenschafts-Ressort - Nachrichten - DNN-Online
Nürnberg (dpa) - Einen Herzinfarkt erleiden in Deutschland nach wie vor deutlich mehr Männer als Frauen. «Herzinfarkt ist in Deutschland noch immer überwiegend eine Männerkrankheit», sagte der Mediziner Ernst Bruckenberger auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).

Nach Angaben des dort vorgelegten Herzberichts für 2009 kamen 133 636 Männer wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus, bei den Frauen lag die Zahl bei 77 069. Pro Jahr sterben in Deutschland 30 559 Männer und 26 216 Frauen an einem Herzinfarkt.

Sonntag, 3. Oktober 2010

20 Jahre Einheit

20 Jahre Einheit und dafür so ein tolles Foto:

20 Jahre Einheit on Twitpic

Kinderparfüm als Allergieauslöser

Schön was uns die Wirtschaft wieder zumutet. Warum müssen die eigentlich keine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen, bevor die Produkte auf den Markt kommen dürfen?

Kinderparfüms können Allergien auslösen - DNN-Online
In Kinderparfüms sind teils hohe Dosen allergieauslösender Duftstoffe. Das geht aus Untersuchungen von Verbraucherschützern hervor. Demnach waren die Hälfte aller getesteten Produkte auffällig.

Android-Apps telefonieren nach Hause

Datenschutz wird halt in Deutschland immer noch groß geschrieben, weil es die Rechtschreibung so vorsieht.

TaintDroid: Android-Apps verschicken heimlich private Informationen » neuerdings.com
Amerikanische Wissenschafter haben herausgefunden, dass viele Android-Apps ohne Wissen des Nutzers sensible Daten an Werbetreibende verschicken. Das wirft Fragen auf.

Wir treten zurück

Wer mal lesen möchte, was er sich alles von der Bundesregierung gewünscht hat und was er gekriegt hat.

Wir treten zurück! - Initiative Bundesregierung kündigen.

 

Demokratische Rechte

Korrekt Herr Grube. Das Volk hat alle 4 Jahre die gleichen Volksvertreter wieder zu wählen und ansonsten die Fresse zu halten. Partizipationsmöglichkeiten wie Demonstrationen und Bürgerentscheid sind nicht umsonst schon im Grundgesetz ausgeschlossen worden.

"Stuttgart 21": Bahnchef Grube sieht "kein Recht auf Widerstand" | tagesschau.de
Bahnchef Rüdiger Grube hält den Widerstand der Gegner des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart 21" für nicht gerechtfertigt. "Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht", sagte er der "Bild am Sonntag". Entscheidungen träfen in Deutschland die Parlamente und "niemand sonst". Das Projekt sei demokratisch ausreichend legitimiert.

"Es gehört zum Kern einer Demokratie, dass solche Beschlüsse akzeptiert und dann auch umgesetzt werden", so Grube weiter: "Sonst werden bei uns keine Brücke, keine Autobahn und kein Windkraftpark mehr gebaut." Die Bahn sei daher nach wie vor entschlossen, Bahnhof und Neubaustrecke zu bauen.

Wahre Worte die unser Oberbahnschnuffi in den Mund nimmt. Vielleicht hält das mal den Menschen den Spiegel vor und zeigt ihnen, in was für einer "Demokratie" sie wirklich leben. Demonstrieren dürfen sie, aber eine Demonstration ist kein Widerstand. Bürgerentscheid wäre zwar Widerstand, kann aber durch die Politik leicht abgewiegelt werden.

Aus der Ehe dürfen keine wirtschaftlichen Nachteile erwachsen

Na da möchte ich doch mal sehen ob nicht jemand bei Hartz IV auf diesen Umstand klagen kann:

Ehegattensplitting – Wikipedia
Durch den besonderen Schutz von Ehe und Familie (Art. 6 I Grundgesetz) ergibt sich, dass Eheleuten aus der Ehe keine wirtschaftlichen Nachteile erwachsen dürfen. Bei einer Zusammenveranlagung ohne Splitting erwüchsen Eheleuten jedoch Progressionsnachteile und damit effektive Mehrbelastungen im Vergleich zu Nicht-Verheirateten.

Freitag, 1. Oktober 2010

Lösungsmodelle für Schrottpapiere

Es gibt wohl einige Lösungsansätze für die Bankenkrise. Alle haben was damit zu tun, dass der Staat für die Schrottpapiere als Bürge einspringt. Doch je stärker der Staat aus dieser Bürgschaft auch einen finanziellen Nutzen ziehen soll, desto stärker werden die Konzepte abgelehnt. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Hintergrund: Lösungsmodelle für Schrottpapiere | tagesschau.de
Ausgleichsforderungen

Nach diesem Modell übernimmt eine Bundesbehörde die Papiere. Die Banken erhalten im Gegenzug öffentliche Schuldverschreibungen mit sehr niedriger Verzinsung und sehr langer Laufzeit (30 bis 50 Jahre). Die Geldinstitute lagern auf diese Weise das Kreditrisiko aus und gewähren dem Bund umgekehrt über viele Jahre einen sehr günstigen Kredit in Höhe des Wertes ihrer Schrottpapiere. Eine angemessene Bewertung der Papiere ist aber schwierig.
Genau. Der Staat bezahlt für Papiere, die sonst keiner haben will, übernehmen das Risiko und soll dafür auch noch Zinsen zahlen. Klingt nach einem guten Deal.
Individuelle Zweckgesellschaften

Die Risikopapiere werden in individuelle Zweckgesellschaften der Institute ausgelagert. Die betreffende Bank wird faktisch gespalten in eine unbelastete Kernbank mit den unproblematischen Bestandteilen und eine Abwicklungsbank für die faulen Papiere. In der Bilanz der Kernbank tauchen dadurch keine Schrottpapiere mehr auf. An ihre Stelle treten Schuldverschreibungen der Zweckgesellschaft, deren Wert nicht mehr ständig berichtigt werden muss. Um das Kreditrisiko wirklich auszulagern, darf aber nicht nur die Bank hinter der Zweckgesellschaft stehen. Sie muss dafür andere Geldgeber oder Bürgen finden, die das Risiko mittragen. Das könnten weitere Banken, Fonds oder der Staat sein.
Der Staat bürgt für die Schrottpapiere (andere private Einrichtungen wollten ja schon vorher nicht bürgen). Wenn was schiefgeht, gibt es Kosten, sollte es gut gehen, gibt es nichts. Noch ein guter Deal.
AIDA

Der Bund gründet eine Anstalt öffentlichen Rechts. Unter dieser Holding werden weitere "Anstalten in der Anstalt" (AIDA) gebildet. Für die Bank, die ihre Risiken auslagern will, wird eine eigene AIDA gegründet, die die Problempapiere übernimmt. Diese Anstalten unterliegen dann nicht den strengen Vorgaben des Kreditwesengesetzes. Die Bankeigner geben eine Garantie für die jeweilige AIDA ab. Das Modell ist auf die Landesbanken zugeschnitten und gilt als chancenreich, aber kompliziert.
Ist klar, der Bankeigner ist in diesem Fall ja der Staat und somit bürgt er wiederum. Hier gibt es wenigstens noch den Hoffnungsschimmer, dass er an den Gewinnen der Landesbank beteiligt wird.

Andere Wege zur Bilanzbereinigung

Die Auslagerung der risikoreichen Wertpapiere ist aber nicht der einzige Weg, um die Bilanzprobleme der Banken zu verringen. Im Gespräch sind auch staatliche Garantien. Bei dieser Lösung bleiben die Risikopapiere in den Bilanzen. Der Bund bürgt aber bis zu einer bestimmten Höhe für Verluste. Als Gegenleistung kann der Staat Gebühren sowie eine Beteiligung an möglichen Wertsteigerungen und Zinserträgen der Schrottpapiere fordern. Die britische Regierung hat ein solches Programm in Form einer Versicherungslösung aufgelegt. Das Bundesfinanzministerium will das Modell aber nicht übernehmen.
Hey, jetzt kommen wir ja in den Bereich, wo der Staat tatsächlich etwas für seine Bürgschaft bekommt. Allerdings will ja niemand die Schrottpapiere kaufen, weil ja keiner davon ausgeht, dass die wieder was werden. Gebühren wären da schon eher eine Möglichkeit, aber das Bundesfinanzministerium lehnt ja ab.
Um die Risiken aufzufangen, könnte der Staat eine Bank vorübergehend auch ganz oder teilweise übernehmen. Die Schrottpapiere verschwinden dadurch zwar nicht aus den Bilanzen. Sie werden aber durch den Staat abgesichert, der als besonders zahlungsfähiger Kapitalgeber gilt. Diese Variante findet in der Koalition allerdings im Zusammenhang mit der Bereinigung der Bankbilanzen so gut wie keine Fürsprecher.

Jetzt aber. Der Staat übernimmt nicht nur die Schrottpapiere, sondern auch die guten Papiere. Klar, dass das keiner haben will, da könnte der Staat ja plötzlich an den guten Papieren verdienen.