Mittwoch, 24. November 2010

Uwe Barschel - ein Rückblick

Ich hab grad mit großen Interesse auf Telepolis den Artikel Barschels Geister gelesen. Es geht dabei um Uwe Barschel und seinen Tod, bei dem sich viele Zweifel nähren, ob es wirklich Selbstmord war. Aber das interessiert mich gar nicht so, ob er es selbst war oder ein Geheimdienst oder ein fliegendes Spaghettimonster. Nein, was meine Aufmerksamkeit erregt ist das ganze drum herum. Der Uwe Barschel, ein findiges Köpfchen, war scheinbar in allerlei Geheimaktionen verwickelt. Verkauft der einfach ganz frech U-Boote an ein Land über dem ein Embargo hängt. Und paktiert dann auch noch mit der DDR (Koks, Nutten, Chrom-Erz und eine Kreuzfahrtschiff). Nebenbei hat er sich dick Tavor rein gezogen (wer es nicht kennt, das ist so ungefähr das effektivste Ruhigstellungsmittel aus der Psychatrie, da liegste nach 10 Minuten flach wie ein Brett, hilft gut gegen Angststörungen und Panikattacken).

Und dieser Mensch war Ministerpräsident und wurde als Bundeskanzlerkandidat gehandelt. Ein Ausbund an Integrität. Ein Mann in der Riege Kohls. Der anscheinend auch von den umtriebigen Geschäften Barschels wusste. Und die Riege Kohl ist noch lange am Regieren (Wolfgang Schäuble z.B. ist ja ein naher Jahrgang zu Barschel). Mich würde mal interessieren, in welchem Vergleich der Atomdeal mit dem U-Boot Deal steht?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen