Montag, 11. Oktober 2010

Ein Experiment (Ein Hartz 4 Bio)

Auf was für interessante Ideen man doch so mit seinen Mitbewohnern kommt. Der Discounter-Fraß schmeckt einem nicht, Bio soll es schon sein. Aber wie soll man das anstellen. Man ist ja schließlich Student und bei den heutigen Mietpreisen liegt man mit dem Bafög noch unterhalb des Hartz4-Satzes. Geht das überhaupt? Dazu mal schnell gegoogelt und das Internet sagt: "ja, aber es ist verdammt schwer". War ja klar, aber wir lieben ja Aufgaben. Und hier ist sie:

1 Monat lang von 135 Euro leben und zwar nur von Bionahrungsmittel. Das sind 4,50 Euro pro Tag.

Da gehen einem viele Fragen durch den Kopf. Wie stark muss ich meine Essgewohnheiten anpassen? Wird man davon überhaupt satt? Wie gut kriege ich das hin? Aber es hilft ja nichts. Nächste Woche soll es dann losgehen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, vor allem Informationen sammeln. Ernährungspläne sind wichtig, ich will mich ja ausgewogen ernähren. Kochrezepte müssen gesucht werden. Bioläden ausfindig gemacht werden und dort die Preise verglichen werden. Ein Finanzsystem zum Überwachen der Ausgaben aufsetzen. Und langsam aber sicher die Nahrungsmittel durch Bio-Nahrungsmittel ersetzen.

Heute habe ich schon einem Butter und Milch gekauft. 2,60 Euro. Da hab ich schon geschluckt. Das bedeutet: nichts mehr mit den Milchorgien, nichts mehr mit einem dick bestrichenen Butterbrot. Die Frage ist eher: wie wenig von einem Nahrungsmittel kann ich verwenden um trotzdem noch den guten Geschmack zu erhalten? Aber Butter hält sich ja ein bisschen und Milch soll man auch nur 200 ml pro Tag trinken. Aber ob ich doch lieber die Butter durch Margarine ersetze? Spart immerhin 50 Cent.

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