Dienstag, 1. Februar 2011

Gernot Hassknecht über Billiglebensmittel

(via: Konsumpf)

Lustig: Wenn Hassknecht es beschreit, dass zu billig kaufen schlecht ist, stimmen alle zu. Wenn unsere Verbraucherministerin dies sagt, ist Polen offen. Passt da jemand nicht auf? Natürlich ist der Verbraucher in gewisser Weise selbst schuld, wenn er immer das billigste Produkt bevorzugt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es zig Verbraucher gibt, die mit ihrem Lebensstil sich nichts anderes leisten können. Gerade die Geringst-Verdiener und Aufstocker leben in der Zwickmühle, dass sie eigentlich immer selbst kochen müssten, dies aber aufgrund ihrer Arbeit eine große Bürde ist. Und natürlich ist der freie Markt nicht immer das, was man uns versucht vorzugaukeln. Nachfrage und Angebot, fürn Arsch. Bio-Lebensmittel gab es lange Zeit nur sehr teuer in Reform-Häusern, die Palette war unvollständig. Erst jetzt mit dem Bio-Boom finden wir in den Supermärkten viele Bio-Produkte. Und auch dort muss ein Massen-Bio-Anbau getätigt werden. Die Chance, dass hier billig produziert wird, ist recht hoch. Aber wohin ausweichen, wenn man z.B. in einer Kleinstadt wohnt? Bitte. Die Politik bleibt weiterhin in der Pflicht den Rahmen für die Produzenten so zu stecken, dass die damit kein Schindluder treiben können.

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