Freitag, 7. Januar 2011

Strafen - es geht doch

Na holla, da passiert etwas, was wir schon immer wissen. China spioniert die französische Autoindustrie aus. Blöd nur, dass sich drei Manager dabei erwischen ließen, wie sie mit den Chinesen kooperiert haben. Und was gibt's aufs Maul?
Die drei betroffenen Top-Manager, einer davon aus der Geschäftsleitung, wurden Anfang der Woche vom Dienst suspendiert. Sie dürfen ihre Büros nicht mehr betreten. Ihre Verträge liegen auf Eis, sie bekommen auch kein Gehalt mehr. Renault bereite juristische Schritte vor, sagt Rechtsvorstand Christian Husson. "Wir prüfen alle Möglichkeiten und werden Anklage erheben."

Da der Staat an Renault beteiligt ist und außerdem Zuschüsse zur Entwicklung des Elektroautos bereitstellte, drohen den mutmaßlichen Spionen hohe Strafen - unter anderem wegen Geheimnisverrats an der Nation bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Dumm muss man sich anstellen. Hätten sie ein volksverhetzendes Buch geschrieben, hätten sie noch einen Tausender zusätzlich bekommen. Hätten sie Steuern in Millionenhöhe hinter zogen, dürften sie jetzt in der italienischen Sonne braten. Aber nein, sie müssen ja Ingenieursgeheimnisse ans Ausland verkaufen. Geheimnisse von denen überhaupt unklar ist, ob die Chinesen fähig sind das nach zu bauen. Fünf Meter Feldweg wären intelligenter gewesen. Aber klar, wenn einem 20 Jahre lang vorgelebt wird, dass nichts passiert, egal was man für eine Scheiße baut, wird man irgendwann übermütig.

Ich bin ja gespannt, ob es wirklich zu einer Haftstrafe kommt. Das würde nämlich ein noch besseres Licht als bisher auf alle anderen Strafen des Staates auf Manager werfen.


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