Montag, 13. Dezember 2010

Der Terroranschlag von Stockholm

Ok. Jemand sprengt sich in die Luft. Klar, es ist natürlich wieder ein Terrorattentat. Aber eins frag ich mich doch. Was sind das eigentlich für Hauptschüler, die die Al-Quaida auf uns loslässt? Der Typ schleppt sechs Rohrbomben mit sich rum und schafft es gerade mal zwei Passanten leicht zu verletzen? Ist das wirklich der Terror vor dem wir Angst haben? In Deutschland metzelt ein Schüler sechszehn Menschen hin, weil er es schafft an den Waffenschrank seines waffenvernarrten Vaters zu kommen. Sechszehn Menschen ohne das kleinste bisschen Übung oder Vorbereitung. In Stockholm stecken (wie uns die Presse in jedem Fall eines Terroranschlages weismachen will) drei Jahre Terrorcampausbildung, monatelange Vorbereitung und andauernde Unterstützung der Al-Quaida. Wie hirnlos muss ein Täter sein um trotzdem von sechs Rohrbomben nur eine zu zünden und dann auch noch in der falschen Straße? Welchen Idioten hat man da gefunden, der nicht mal erkennt, dass er nicht in einer Masse Menschen steht, die es gilt zu vernichten? Und am Ende soll man dann auch noch glauben, dass dieser Volltrottel es geschafft hat, sich das Material für den Bau von sechs Rohrbomben zu verschaffen, ohne dass es die Geheimdienste bemerkt haben sollen?

Das lässt leider nur wenige Schlüsse zu. Entweder der Mann ist ein absoluter Einzelgänger. Das wäre ein schreckliches Bild für die Al-Quaida, wenn es Einzelgänger eher schaffen einen Anschlag zu verüben als eine weltumspannende Organisation. Oder die Al-Quaida verfügt nur über solche Vollpfosten. Das ist ebenfalls ein erschreckendes Bild für die Al-Quaida. Dann haben sie alle brauchbaren Männer schon in die Luft gesprengt und bedeuten eigentlich keine Gefahr mehr für uns. Oder die Geheimdienste haben von dem Vorhaben gewusst und dem Mann falsche Instruktionen und falschen Sprengstoff untergejubelt. Das wäre allerdings ein erschreckendes Bild für uns, dass unsere Organe lieber ein Attentat zulassen, als es komplett zu verhindern. In den USA geht man auch so vor. Ich weiß zwar nicht, wie es in Schweden und USA ist, aber in Deutschland ist auch der Versuch verboten, es ist möglich die Menschen schon festzunehmen, wenn sie an den Bomben bauen. Eins fällt mir noch ein, nämlich, dass die Bomben ferngesteuert explodiert sein könnten. Der Täter (oder seine Mittäter) also nicht darauf vertrauten, dass der Täter die Cojones hat, sich im richtigen Zeitpunkt in die Luft zu sprengen. Das würde allerdings erlauben den Terror auszuhebeln, in dem wir alle Menschen einfach menschenwürdig behandeln und ihnen eine Perspektive bieten, die besser ist, als was Al-Quaida ranschleppt. Aber ob wir das wollen?

Disclaimer: Ich finde es schlimm, wenn Menschen getötet werden.

Update:
Der Mann war 28 Jahre alt, Akademiker und im Terrorcamp ausgebildet. Ich will damit nicht sagen, dass jeder Akademiker eine Bombe bauen könnte. Aber wenn man schon eine Spezialausbildung genießt, dann sollte man doch als Akademiker in der Lage sein, eine gut funktionierende Bombe zu bauen. Der Rest der Geschichte klingt auch nach einem Mann, der darauf steht, alles für den Djihad zu geben: 3 Kinder, Frau, seit knapp 20 Jahren in Schweden. Richtig. Das klingt glaubwürdig wie der Mann im Mond.

Update: Die Polizei scheint gut und schnell zu sein. Am Samstag gegen 17 Uhr gab es den Anschlag und am Montag gegen 13 Uhr ist die Identität des Täters zu 98% sicher. Das sind 44 Stunden. Respekt.
Manchmal hört man von Benzinkanistern im Auto und manchmal sind es Gasflaschen. Ein Recherchegag? Für alle Gaffer unter uns gibt es auf youtube das Video des Autos zur Zeit des Anschlages.

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