Donnerstag, 25. November 2010

Wem gefällt die aktuelle Vermögensverteilung in USA?

Wir wissen es alle, die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander, in den USA noch stärker als bei uns in Deutschland. 20% besitzen dort 85% des Vermögens, die unteren 40% besitzen fast 0%. Wen ärgert das also? Den zweitreichsten Menschen nach der Forbes Weltrangliste? Jawoll! Und nicht nur Warren Buffett hat etwas gegen die aktuelle Umverteilungspolitik. Menschen aller Schichten in USA finden, dass das Vermögen besser verteilt sein sollte. Nicht nur die Ärmsten. Klar bleibt weiterhin: die Reichen sollen reicher sein. Aber die reichsten 20% sollen nur 30% des Vermögens besitzen, die ärmsten 40% aber 25%. So wie es in Schweden ist. Doch Achtung jetzt kommt die kognitive Dissonanz: die USAmerikaner mögen die Steuern, wie sie in Schweden erhoben werden, in keinster Weise.


Meiner Meinung nach ist das auch klar: ein Steuersatz von 59 Prozent sieht einfach verdammt hoch aus, egal ob man 2000 $ oder 20.000 $ verdient. Dass man mit seinen 11800 $ netto immer noch 10 Mal so viel hat, wie derjenige, der mit 1000 $ netto raus geht, das sieht man nicht. Vielleicht sollte man sich einfallen lassen, wie man ein Bewusstsein dafür schaffen kann. Vielleicht mit einer Kennzeichnung, wie wir sie schon aus dem Supermarkt kennen. Ihr Gehalt beträgt 1450% vom Lebensminium (950 $ für einen erwachsenen unverheirateten Mann). Und das immer brav auf jeder Gehaltsabrechnung und in jedem Vertrag mit angeben.

TP: Zwanzigtausend Gläser Edelsenf
Is There an Optimal Rich-Poor Gap? - The Wealth Report - WSJ
Wealth distribution in the U.S.: Something needs to be done - latimes.com

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