Montag, 18. Oktober 2010

Gesunde Ernährung

Auf der Suche nach gesunder Ernährung findet man ja so einiges. Dieser Artikel hier ist mir aufgefallen. Ich verfüge jetzt nicht über das Ernährungswissen, um sagen zu können was richtig und was falsch ist. Trotzdem sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die ich mitteilen möchte.
Im Grunde müssen Sie zwei Dinge tun, um herauszufinden, was gesunde Ernährung ist. Erstens ein Weilchen nachdenken. Und zweitens sollten Sie das ganz objektiv tun.
Dann mal los.
Die einfachste Methode, um zu entscheiden, ob dieses oder jenes Lebensmittel und ob diese oder jene Zubereitungsart zu einer gesunden Ernährung gehört, besteht darin, sich zu überlegen, ob es dieses oder jenes Produkt ohne die Hilfe der Lebensmittelindustrie geben würde. Wenn nein, dann wird es gemieden oder so zubereitet, dass es gesund wird.
Hmm, genau. Das ist ja so einfach zu entscheiden. Im Beispiel werden Chips angegeben, die mit billigem Fett aus Kartoffelpulver hergestellt werden. Selbst hergestellte aus Bio-Ware wären hingegen ok. Wie sieht es denn dann aus, wenn die Industrie die Chips so herstellen würde, wie man sie selbst macht? Dürfte man sie dann trotzdem noch nicht kaufen?

Trotzdem dürfte hier die Seite recht haben, dass Supermarkt-Lebensmittel nicht die gesündesten sind. Allerdings nicht, weil sie industriell gefertigt werden, sondern weil dort allerlei Massenware und ungesunde Zusatzstoffe verwendet werden.
Besonders hilfreich ist es auch, wenn wir zur Entscheidung, was nun zu gesunder Ernährung gehört und was nicht unsere nächsten Verwandten aus dem Tierreich – die Schimpansen – zu Rate ziehen.
Das werde ich doch später im Artikel ausprobieren.
Doch während Affen und mit ihnen alle anderen Tiere, instinktiv wissen, was ihre richtige und gesunde Ernährung ist, wissen Menschen das schon längst nicht mehr.
Katzen fressen das, was ihr Besitzer auch frisst; Marder fressen Strom- und Bremskabel an. Ist Ernährung ein Instinkt oder erlerntes und an die Umwelt angepasstes Verhalten? Nicht mal beim Menschen weiß man, wie viel seines Verhaltens genetisch bestimmt ist und wie viel anerzogen. Aber man weiß, dass z.B. Ekel eine anerzogene Eigenschaft ist, die vor gefährlichem Essen bewahren soll. Soviel zum Instinkt.
Offenbar zeigt uns der Körperbau eines Wesens ganz genau, was seine artgerechte und gesunde Ernährung ist. [..] Für die Jagd auf Nieder- oder gar auf Großwild fehlt ihm jedoch das nötige natürliche Equipment. Er hat weder den dafür nötigen Geruchsinn noch kann er die erforderliche Geschwindigkeit erreichen. Er sieht nachts nicht sonderlich gut und hat nicht einmal eine spitze Schnauze mit Reißzähnen drin.
Dafür hat der Mensch ein Gehirn mitbekommen. Das könnte man durchaus auch als Equipment ansehen. Die Möglichkeit in Rudeln zu jagen, gibt es auch schon bei anderen Tieren, die alleine gar nicht (oder nur selten) fähig wären, ein Tier zu reißen.
Schweine,[..] bekamen in Kriegszeiten [..] die mit Blut und Eiter voll gesaugten Verbände verfüttert. Sie fraßen sie begeistert. Möchten Sie noch immer ein Allesfresser wie das Schwein sein?
Sowas ist billige Polemik. Immerhin bekam das Schwein das ganze im menschlichen Umfeld. Ob es sowas in freier Natur fressen würde, ist recht unwahrscheinlich.
Warum suchen wir uns – um herauszufinden, aus was die natürliche und gesunde Ernährung des Menschen zu bestehen hat – nicht lieber ein Tier aus, das eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Menschen hat. Zwar hat der Mensch kein Ganzkörperfell und kein rundes Schnäuzchen, dennoch ähnelt er – zumindest in den meisten Fällen – einem Schimpansen deutlich mehr als einem Schwein.
Zumindest von den Zähnen her, hat das Schwein doch recht große Ähnlichkeit mit uns. Gut, es hat 44 Zähne, aber es besitzt Schneide-, Reiß- und Mahlzähne wie der Mensch auch.
Übersetzt man die Schimpansennahrung nun in Menschennahrung, dann ergibt das die folgende Zusammensetzung:
Hmm ... scheinbar kann man ja nicht die Nahrung 1:1 übernehmen. Komisch, wo doch der Schimpanse uns so nah ist und wir niemals blutige Verbände wie das Schwein fressen würden.
Schimpansen essen kein Getreide und trinken keine (Kuh-)Milch. [..]
Soweit so klar. Im Link zur Milch wird erläutert, dass z.B. Kälber nach einem halben Jahr zugrunde gehen, wenn sie nur Milch gefüttert bekommen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Feststellung. Die Gegenfrage zum Ende wäre doch aber, wie lang ein Kleinkind überlebt, wenn man es nur mit Gras, Kräutern und Wasser füttert, wie es für das Kalb angebracht wäre. Ich schätze länger als ein halbes Jahr hält das auch nicht durch.
Mägen sind nun mal spezialisiert auf bestimmtes Essen und deswegen können wir das auch nicht direkt vergleichen.
Getreide gehört zwar schon seit etwa 10.000 Jahren zur Ernährung des Menschen, doch wird es allein durch diesen Zeitfaktor nicht automatisch zu einem gesunden Bestandteil der Ernährung.
Gut, wenn wir wissen, woher Getreide kommt. Das ist nämlich eine Grasart, die stark kultiviert wurde. Im Prinzip fressen wir also doch nur Gräser wie die Kuh.
Ein weiterer Nachteil von Getreideverzehr ist: Je mehr Getreideprodukte gegessen werden, umso eher wird auf Gemüse und Salate verzichtet. Da Getreide aber deutlich weniger Vitalstoffe enthält als Gemüse und Salate, sorgt ein üppiger Getreideverzehr dauerhaft zu einer Mangelernährung.
Da könnte man sogar Recht haben. Muss ja nicht alles falsch sein und auch andere Ernährungswissenschaftler reden von häufigem Gemüse- und Obstkonsum.
Heutzutage jedoch gibt es Rohmilch natürlich gehaltener Kühe so gut wie überhaupt nicht mehr. In manchen Ländern ist Handel mit unbehandelter Rohmilch sogar verboten. Jene Milch (und alle daraus hergestellten Milchprodukte), die Sie heute in den Supermärkten kaufen können, ist kein LEBENSmittel, sondern ein echtes (aber glücklicherweise vermeidbares) Gesundheitsrisiko.
Gut. Abkochen von Speisen wurde mal erfunden. Hat sich auch bewährt, weil man damit Krankheitserreger abtöten kann. Wusste man im Mittelalter noch nicht, deswegen hat man sich gern über verschmutztes Wasser Krankheiten eingefangen. Macht man auch noch heute in der dritten Welt so. Aber mit unabgekochter Milch werden wir uns bestimmt total gesund ernähren und uns niemals mit irgendwelchen Krankheiten anstecken.
Alle anderen Tierarten verzehren ihre Nahrung frisch und roh. Niemals würde man einem Löwen im Zoo gebratene Steaks servieren. Niemals bekäme ein Zebra gedünstetes Gras. Und bei den Menschenaffen? Sie sind uns so ähnlich, warum erhalten sie nicht Suppe, Braten, gekochtes Gemüse und Apfelstrudel mit Vanillesoße so wie wir? Warum erhalten sie Früchte, Blätter und rohes Gemüse?

Nun, weil übergewichtige, zahnlose und vor rheumatischen Schmerzen stöhnende Tiere mit schuppigem, lichten Fell und Fruchtbarkeitsstörungen nicht gerade ein Publikumsmagnet sind.
Genau. Nur deswegen. Nicht etwa, weil Affen und Löwen nicht die Intelligenz zum Feuermachen haben. Und ihr Magen und Geschmacksnerven nicht an Gekochtes angepasst ist.
Dabei stellte er fest, dass die Schwingungsfrequenz gesunder Organe bei 70 Megahertz, die von Krebsgewebe bei 40 Megahertz lag. Dr. Young entdeckte, dass eine Zelle langsam zu sterben begann, sobald ihr Wert unter 40 Megahertz rutschte. Hühnerfleisch und Hamburger hatten einen Wert von 3 bis 5 Megahertz.
Löwen fressen Fleisch. Das ist zumeist schon tot. Noch schlimmer der Aasgeier, der frisst Fleisch, dass schon recht lange tot ist. Trotzdem ist nicht zu beobachten, dass sie mit 5 Megahertz durch die Savanne humpeln. Nein, im Gegenteil. Folgt man dem Artikel sind diese Tiere kerngesund, denn sie ernähren sich ja ihrem Körperbau entsprechend.
Keine Kulturpflanze kann es mit der Kraft und Lebensenergie einer Wildpflanze aufnehmen. Denken Sie an bekannte, fast unausrottbare Unkräuter wie Löwenzahn, Giersch, Brennnessel oder Weißer Gänsefuß. Wenn Sie diese Pflanzen in Ihren Speiseplan einbauen, strömt deren unendliche Kraft und unermüdliche Lebensenergie in Sie, bis Sie selbst unausrottbar wie diese Pflanzen geworden sind...
Interessante Theorie. Es gibt ja auch Häuser, die von Schimmelpilz befallen sind. Das Zeug ist auch so gut wie nicht ausrottbar. Ich denke ich nehme davon mal große Mengen in meinen Speiseplan auf.
Wenn Sie an manchen Tagen keine Zeit für die Zubereitung frischer grüner Gemüse haben, dann können Sie sich ersatzweise einen Drink aus Bio-Weizengras-Pulver gemixt mit einem frisch gepressten Fruchtsaft Ihrer Wahl zubereiten.
Bitte, was? Weizengras-Pulver? Weizengras ist eine andere Bezeichnung für Weizen, dem hier als so schädlich angepriesenen Getreide. Und daraus soll ich quasi das "Beste" heraus pressen und zu mir nehmen? Das hilft mir bestimmt!
Was gehört zu einer gesunden Ernährung?
[..]
Um wieder bei unserem Paradeschimpansen zu bleiben. Wer schon einmal gesehen hat, wie sich so ein posierliches Tierchen in ein Gewässer gestürzt hat um dort die Algen zu verschnabulieren und danach Dämme gebaut hat um dem Meer das Salz zu entziehen, der weiß: Ja, dies gehört zu einer gesunden Ernährung.
Für Kaffee gibt es eine hervorragende Alternative: Sie mixen sich einen reizstofffreien, dafür äußerst mineralstoffreichen und belebenden Drink aus Mandelmilch: 1 EL Mandelmus, 1 TL Schwarze Melasse, 1 - 2 TL Kokosöl, eine Prise Ginsengpulver (z. B. Roter Panax-Ginseng, einfach eine Kapsel öffnen), Agavendicksaft oder Honig nach Geschmack und 400 ml Wasser schaumig mixen und genießen.
Schwarze Melasse, die industrielle durch Zuckerproduktion erzeugt wird. Kokosöl, das hauptsächlich industriell gewonnen wird. Gingsengpulver aus der Kapsel! Na ich denke da muss man einfach vorsichtig sein, dass man diese Produkte nicht im Supermarkt kauft, damit sie gesund sind.
Wenn Sie lieber herzhaft frühstücken, dann wäre das optimale Ziel beispielsweise ein Salat oder ein Teller mit gedämpftem Gemüse, dazu eine Creme aus Avocado und frische grüne Gartenkräuter, über die Sie einige Tropfen Weizenkeimöl träufeln.
Schon wieder Weizen? Ich dachte es geht ohne?
Sie können auch gerne wie die Asiaten frühstücken. Dort verlässt morgens kaum jemand das Haus ohne eine herzhafte Suppe.
Ja sie können auch gerne wie die Asiaten ganz viel Reis essen. Oh upps. Reis ist ja auch Getreide. Dann lieber doch nicht wie die Asiaten essen.


Nun, man kann ja von den verschiedenen Ernährungsweisen halten, was man will, aber so offensichtliche Widersprüche sollten meiner Meinung nicht auftreten, oder zumindest sehr logisch erklärt werden.

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